Oskar Maria Graf

Oskar Maria Graf wurde 1894 als siebtes von acht Kindern einer Bauerntochter und eines Bäckers in Berg am Starnberger See geboren. Mit siebzehn lief er von zuhause fort, schlug sich in München als Gelegenheitsarbeiter durch und fand Anschluss an die Schwabinger Bohèmekreise. 1918/19 erlebte er die Münchner Revolution und Räterepublik. In den Zwanziger Jahren gelang ihm mit seinem Bekenntnisbuch »Wir sind Gefangene« der literarische Durchbruch. 1933 emigrierte er nach Wien, wo er seinen berühmten Protest »Verbrennt mich! Gegen Nazi-Deutschland veröffentlichte. Ab 1934 lebte Graf im tschechischen Brünn und ab 1938 in New York, wo er 1967 starb. Zu seinen berühmtesten Werken gehören die im Exil entstandenen Romane »Das Leben meiner Mutter«, »Der Abgrund« und »Unruhe um einen Friedfertigen«.

Hingabe, Hingabe bis ins Letzte!

Das Oskar Maria Graf-Denkmal von Jenny Holzer

Die New Yorker Künstlerin Jenny Holzer hat im Auftrag der Landeshauptstadt München und des Kulturbaufonds München eine Denkmal für den Schriftsteller Oskar Maria Graf geschaffen. Als Standort wurde das Kaffeehaus im Literaturhaus am Salvatorplatz gewählt. Die von ihr sorgfältig ausgewählte Prosa Oskar Maria Grafs findet sich auf den Steintischen vor dem Haus, den Lederbänken im Lokal, auf dem Geschirr, den Tischsets & dem elektronisches Laufband über der Bar. Der Besucher des Kaffeehauses im Literaturhaus München lebt so – bewusst oder unbewusst – mit Sätzen aus Grafs Werk.

Mehr Informationen zum Denkmal finden Sie unter www.literaturhaus-muenchen.de

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